alt? neu? verwirrt!
Wie heißt es doch so schön? Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
Leider Gottes muss ich mich zu den Opfern der „neuen“ Rechtschreibung zählen. Als ich noch zur Schule ging war die neue Rechtschreibung nicht mehr als ein Schreckgespenst, das durch die Presse und die Klassenzimmer spukte. Die Lehrer wurden zwar darauf hingewiesen, dass Klausuren nach der neuen Rechtschreibung korrigiert werden sollten, wobei darauf zu achten war, dass diese Korrekturen lediglich auf die neue Regelung aufmerksam machen sollten, sie zählten nicht als Fehler, doch die Mehrzahl der Lehrer, meine Deutsch-LK Lehrerin eingeschlossen, schien damals noch zu glauben, dass sich die neuen Regeln niemals würden durchsetzen können und ignorierten die Vorgaben gewissenhaft.
Dies bedeutete für mich, dass ich zwar wusste, dass es Änderungen geben würde/könnte (S-H hat ja damals in einem Volksentscheid gegen die Reform gestimmt), diese Änderungen aber nie bewusst gelernt habe. Ich fand die neue Rechtschreibung sowieso schon immer doof, die Worte sahen auf einmal so anders aus, irgendwie fremd und ich beschloss, auf immer und ewig nach den alten Regeln zu schreiben.
Nun ist es ja aber so, dass man sich dem Einfluss der Medien nicht entziehen kann und nach und nach begann auch ich, „daß“ plötzlich mit „ss“ zu schreiben und es schlichen sich immer mehr neue Formen ein. Irgendwann setzte dann die Verwirrung ein. Ich wusste einfach nicht mehr, wie bestimmte Worte geschrieben wurden, welche Form alt oder neu war, welche Form die richtige war. Dieser Zustand hat sich bis heute gehalten. So bin ich also eine, ich möchte doch meinen, intelligente junge Frau, die in Diktaten früher kaum Fehler gemacht hat, die ihr Abitur bestanden hat und bald ihr Studium (zum Glück NICHT Germanistik) abschließen wird, aber die dennoch nicht weiß wie man z.B. das Wort „Albtraum/Alptraum“ richtig schreibt und die findet, dass das „ß“ ein so schöner Buchstabe ist, der eigentlich viel öfter verwendet werden sollte…
Ich möchte daher um Nachsicht bitten. Da ich selbst nicht weiß was alt oder neu, richtig oder falsch ist, habe ich in den letzten Jahren meine eigene Rechtschreibung entwickelt, die neben vielen neuen Schreibweisen auch einige alte Formen aufweist.
Wenn sich jemand dazu berufen fühlt mich auf Fehler aufmerksam zu machen, so möge er/sie dies bitte tun. So habe ich wenigstens die Möglichkeit etwas zu lernen.
PS Meine Zeichensetzung war schon immer etwas chaotisch, das hat nichts mit neuen Regeln zu tun ;-)
Leider Gottes muss ich mich zu den Opfern der „neuen“ Rechtschreibung zählen. Als ich noch zur Schule ging war die neue Rechtschreibung nicht mehr als ein Schreckgespenst, das durch die Presse und die Klassenzimmer spukte. Die Lehrer wurden zwar darauf hingewiesen, dass Klausuren nach der neuen Rechtschreibung korrigiert werden sollten, wobei darauf zu achten war, dass diese Korrekturen lediglich auf die neue Regelung aufmerksam machen sollten, sie zählten nicht als Fehler, doch die Mehrzahl der Lehrer, meine Deutsch-LK Lehrerin eingeschlossen, schien damals noch zu glauben, dass sich die neuen Regeln niemals würden durchsetzen können und ignorierten die Vorgaben gewissenhaft.
Dies bedeutete für mich, dass ich zwar wusste, dass es Änderungen geben würde/könnte (S-H hat ja damals in einem Volksentscheid gegen die Reform gestimmt), diese Änderungen aber nie bewusst gelernt habe. Ich fand die neue Rechtschreibung sowieso schon immer doof, die Worte sahen auf einmal so anders aus, irgendwie fremd und ich beschloss, auf immer und ewig nach den alten Regeln zu schreiben.
Nun ist es ja aber so, dass man sich dem Einfluss der Medien nicht entziehen kann und nach und nach begann auch ich, „daß“ plötzlich mit „ss“ zu schreiben und es schlichen sich immer mehr neue Formen ein. Irgendwann setzte dann die Verwirrung ein. Ich wusste einfach nicht mehr, wie bestimmte Worte geschrieben wurden, welche Form alt oder neu war, welche Form die richtige war. Dieser Zustand hat sich bis heute gehalten. So bin ich also eine, ich möchte doch meinen, intelligente junge Frau, die in Diktaten früher kaum Fehler gemacht hat, die ihr Abitur bestanden hat und bald ihr Studium (zum Glück NICHT Germanistik) abschließen wird, aber die dennoch nicht weiß wie man z.B. das Wort „Albtraum/Alptraum“ richtig schreibt und die findet, dass das „ß“ ein so schöner Buchstabe ist, der eigentlich viel öfter verwendet werden sollte…
Ich möchte daher um Nachsicht bitten. Da ich selbst nicht weiß was alt oder neu, richtig oder falsch ist, habe ich in den letzten Jahren meine eigene Rechtschreibung entwickelt, die neben vielen neuen Schreibweisen auch einige alte Formen aufweist.
Wenn sich jemand dazu berufen fühlt mich auf Fehler aufmerksam zu machen, so möge er/sie dies bitte tun. So habe ich wenigstens die Möglichkeit etwas zu lernen.
PS Meine Zeichensetzung war schon immer etwas chaotisch, das hat nichts mit neuen Regeln zu tun ;-)
Cee-M - 2. Dez, 18:20