Sonntag, 22. April 2007

Grillen bei Freunden

Nach dem Besuch bei den Eltern war ich bei Freunden von C., die im Laufe der Zeit auch in irgendeiner Form meine Freunde geworden sind, zum Grillen eingeladen. Es war wie immer. Wir haben sehr gut gegessen, ein bißchen was getrunken und uns dann in die Gartenhütte gesetzt und was gespielt. Das haben wir sehr oft gemacht, egal ob Sommer oder Winter, gegrillt wurde bei jedem Wetter und zusammen etwas gespielt haben wir auch ohne vorheriges Grillen recht regelmäßig.
Bis zu einem gewissen Moment war es wie immer, doch dann merkte ich, dass der Abend nicht wie immer enden würde. Ich würde nicht gemeinsam mit C. zu ihm nach Hause gehen, ich würde mich nicht darüber mokieren, dass er die fünf Minuten nicht abwarten kann und stattdessen einen Baum zum Pinkeln aufsucht ("Das ist mein Lieblingsbaum, an den pinkel ich immer, wenn ich von U. und S. komme. Das war immer so und wird auch immer so bleiben!") und ich würde nicht gemeinsam mit ihm Zähne putzen und dann an ihn gekuschelt im Bett liegen und einschlafen.
Ich werde zu mir nach Hause fahren, alleine Zähne putzen, alleine im Bett liegen und zum Kuscheln werde ich nur das Kuscheltier haben, das er für mich (wie albern eigentlich...) an der Schießbude gewonnen hat... So wird es in Zukunft immer sein und so war es nun auch schon fast zwölf Wochen lang, doch so bewusst wie heute war mir das irgendwie noch nie.

Schreckliche Bilder

Heute war ich das erste Mal seit Wochen wieder bei seinen Eltern... Vor ein paar Tagen haben sie Fotos von der Trauerfeier bekommen, die die Dame vom Bestattungsinstitut gemacht hatte. Als ich diese Fotos sah, all die wunderschönen Blumen und Kränze und den Sarg, kam schlagartig ein bis heute erfolgreich verdrängter Tag zurück, vielleicht der allerschlimmste Tag von allen. Ich hatte diesen Tag eigentlich gänzlich aus meinem Gedächtnis gestrichen und hätte nie und nimmer damit gerechnet, dass auch von diesem grauenhaften Tag Fotos existieren. Doch plötzlich war alles wieder da, beim Betrachten der Fotos fühlte ich mich wieder genauso wie am Tag der Trauerfeier: verzweifelt und leer. Es war alles wieder da, die Bilder, die ich aus meinem Kopf verbannt hatte, die furchtbaren Gegensätze, die es wohl auf jeder Beerdigung gibt, die mir aber nie so präsent waren, wie an diesem Tag. Ein Meer voller Blumen, einfach wunderschön anzusehen, bei dem einen das Herz aufgehen könnte, wenn zwischen ihnen nicht der Sarg stünde, in dem der Mensch liegt, der einem am wichtigsten auf der Welt ist.

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